Die Bundesländer sind gemäß § 65c SGB V verpflichtet, klinische Krebsregister aufzubauen und zu betreiben. In Niedersachsen ist deshalb mit Wirkung vom 1. Dezember 2017 das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) als rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts in der Trägerschaft des Landes Niedersachsen errichtet worden. Zum 1. Juli 2018 hat das KKN den Regelbetrieb aufgenommen.

Das KKN hat die Aufgabe, fortlaufend und einheitlich personenbezogene Daten über das Auftreten, die Behandlung sowie den Verlauf (inklusive Nachsorge) von Krebserkrankungen einschließlich ihrer Frühstadien zu sammeln, zu verarbeiten, auszuwerten, teilweise zu veröffentlichen und nach entsprechender Prüfung in aggregierter Form für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Über eine gemeinsame Datenannahmestelle mit einem elektronischen Melderportal ist dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem Epidemiologischen Krebsregister Niedersachsen gewährleistet.

Das KKN untersteht der Fachaufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Die ausgeschriebene Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet in Vollzeit mit einer regelmäßigen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 39,8 Stunden zu besetzen. Der Arbeitsort ist Hannover.

Leiterin/Leiter für den Fachbereich IT des KKN

Aufgaben

  • die vollumfängliche fachliche und personelle Leitung des Fachbereichs Informations­technologie mit voraussichtlich 5 nachgeordneten Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern
  • die Leitung und Koordination der Konzeption der notwendigen Software und Datenbanken
  • die selbstständige Beschreibung vorhandener und neuer Systeme
  • die Sicherstellung von Rahmenbedingungen
  • die Überwachung und Analyse der Einrichtung der extern programmierten Registrierungssoftware
  • die Entwicklung von Werkzeugen und neuen Anwendungen
  • die Unterstützung bei der Projektsteuerung und der Nutzung externer Ticketsysteme sowie die Entwicklung eines eigenen Ticketsystems
  • die Konvertierung externer Schnittstellen und Mapping der Daten auf lokalen Datenbank-Instanzen
  • das Entwickeln von Lösungsansätzen mit dem Fokus auf Interoperabilität und Standardisierung des ADT-GEKID-Datensatzes
  • die Koordination und Entwicklung von Schnittstellen zu verschiedenen EDV-Meldern.

Eine Aufgabenänderung bleibt vorbehalten.

Voraussetzungen

Zwingende Voraussetzung für die ausgeschriebene Stelle ist ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master bzw. Universitätsdiplom) in

  • Medizinischer Informatik
  • Informatik
  • Mathematik
  • Physik oder
  • in einem anderen für die Aufgaben geeigneten Studiengang mit nachgewiesener Informatikkompetenz.

Bitte bewerben Sie sich nur, wenn Sie über einen solchen Abschluss verfügen. Bewerberinnen/Bewerber mit anderen Abschlüssen können leider nicht in das weitere Verfahren aufgenommen werden.

Wir erwarten zudem folgende Erfahrungen und Kenntnisse bzw. die Bereitschaft, sich diese anzueignen:

  • mehrjährige einschlägige Berufserfahrung auf dem Gebiet der medizinischen Informatik
  • Erfahrung mit medizinischen Sachverhalten und relevanten Bereichen der Tumor­dokumentation bzw. dem Umgang mit medizinischen Datenbanken
  • Kenntnisse in der Programmierung, vorzugsweise in Java, JavaScritp und .Net, Vertrautheit im Umgang mit relationalen Datenbanken und No-SQL-Datenbanken (z. B. Oracle, Cortex-DB, MySQL), Durchführung und Verständnis auch komplexerer Datenbankabfragen in SQL
  • Erfahrung in der Projektarbeit
  • Kenntnisse über das Gesundheitswesen, insbesondere im Bereich der Standardisierung (HL7, IHE) und eHealth.

Neben der fachlichen Qualifikation sind analytische Fähigkeiten wichtig, um das komplexe System der Krebsmeldung und -registrierung, der Datenströme und rechtlichen Zusammenhänge zu erfassen. Wir suchen daher eine Persönlichkeit, die neben einer ausgeprägten Führungs- und Sozialkompetenz sowie einer starken Kommunikationsfähigkeit auch diese Fähigkeit besitzt. Darüber hinaus sollten Sie über eine gute Organisationsfähigkeit sowie ein hohes Maß an Eigeninitiative verfügen und Interesse am Aufbau und der Mitgestaltung einer neuen Institution mitbringen. Der diplomatische Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Interessen sowie teamorientiertes Arbeiten sollten für Sie selbstverständlich sein. Außerdem bringen Sie Bereitschaft für Reisetätigkeit in begrenztem Umfang mit.

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe 14 TV-L.

Der Arbeitsplatz ist grundsätzlich teilzeitgeeignet. Es muss jedoch sichergestellt sein, dass der an den Arbeitsplatz gestellte Aufgabenumfang vollinhaltlich und termingerecht erledigt wird. Zudem fallen ggf. ganz- und mehrtägige Dienstreisen an.

Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind gewünscht und willkommen.

Schwerbehinderte und schwerbehinderten Menschen gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden nach Maßgabe der einschlägigen Vorschriften bei gleicher Eignung bevorzugt be­rücksichtigt. Eine Schwerbehinderung oder Gleichstellung sollte daher zur Wahrung Ihrer Interessen bereits in der Bewerbung mitgeteilt werden.

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Für die Durchführung des Auswahlverfahrens ist das Niedersächsische Landesgesundheitsamt zuständig.

Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie deshalb bitte unter Angabe der Kennziffer KKN/2018/06/N-06 sowie einer E-Mail-Adresse für die folgende Korrespondenz bis zum 21.09.2018 ausschließlich an:

Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
Abteilung 1 / Personal
z. H. Frau Nitzschke
Roesebeckstr. 4-6
30449 Hannover

oder alternativ gern per E-Mail an kkn@nlga.niedersachsen.de

Bewerbungen per E-Mail senden Sie bitte im PDF-Format in einer vollständigen Datei.

Frau Nitzschke steht Ihnen für allgemeine Fragen zur Ausschreibung zur Verfügung (0511 4505-103). Bei Fragen zum Aufgabengebiet wenden Sie sich bitte an den Geschäftsführer des KKN Herrn Hartz (0511 277897-10) bzw. den Leiter des Vertrauensbereichs, Herrn Dr. Meyer (0511 277897-11).



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