Der gezielte Aufbau und die richtige Pflege von beruflichen und privaten Kontakten, das sogenannte Networking, sind in der heutigen Arbeitswelt, insbesondere in der IT-Branche, immens wichtig. Sowie in jedem anderen Beruf ist es auch für IT-Berater und Software-Entwickler essentiell für die Karriere sich mit anderen zu verbinden. Ob Offline oder Online, ohne Networking kann so mancher Karriereplan scheitern.

In Bewerbungstipps-Ratgebern wird häufig die Rolle von persönlichen Kontakten betont, da viele Neueinstellungen über diese erfolgen, gerade in der IT. Beim Aufbau eines guten Netzwerks kommt es allerdings mehr auf die Qualität als auf die Quantität an. Wobei sich die Qualität mit einigen Strategien signifikant positiv beeinflussen lässt.

Aufbau des Netzwerks für IT-Berater & Co.

Es wird grundsätzlich zwischen privaten und beruflichen Kontakten unterschieden. Letztere sind Teil des zielorientierten Networkings, da sind vor allem dem Zweck dienen, berufliche Vorteile zu generieren. Insbesondere für Mitarbeiter in der Informationstechnologie wie IT-Berater und Software-Entwickler.

Der Startpunkt in einem beruflichen Netzwerk kann gleichermaßen eine Einzelperson oder ein Unternehmen sein. Die erste Stufe des Netzes sind direkte Kontakte, zu denen Freunde, Familienangehörige und Kollegen zählen. Zur zweiten Stufe zählen die direkten Kontakte dieser Personengruppen. So können nicht nur direkte Kontakte, sondern eben auch solche aus der zweiten und dritten Stufe können sowohl private als auch berufliche Vorteile mit sich bringen. Allerdings auch nur dann, wenn der Kontakt entsprechend gepflegt wird.
Daneben spielen sogenannte Agenten eine wichtige Rolle im Networking-Prozess. Diese Personen haben sehr viele Kontakte und wirken somit als eine Art Multiplikator.
Das bedeutet: Wer viele Agenten kennt, kann über diese schnell und einfach zu vielen Menschen Kontakt aufnehmen.

Außerdem gibt es gerade für die IT-Branche spezielle Netzwerk-Plattformen im Internet, auf denen IT-Berater und Softwareentwickler auf Jobsuche ihr berufliches, aber auch persönliches Netzwerk erweitern können. Diese sind aber auch für im Beruf etablierte Personen hilfreich: Hier können gezielt passende Kontakte gesucht und eine Übersicht über Kontakte bis hin zur zweiten und dritten Stufe angezeigt werden.

Und gerade diese Kontakte können sich in der Zukunft als wahrer Glücksfall erweisen. Schließlich weiß man in der IT nie, wohin einen das nächste Projekt verschlägt. Hier zeigt sich zudem tatsächlich, dass Qualität im Netzwerk über Quantität geht: Wer zu viele lose Kontakte hat, verliert schnell den Überblick und übersieht womöglich Karrierechancen.

Das eigene Offline-Netzwerk vergrößern und intensivieren

Es gibt viele Möglichkeiten, persönliche Kontakte zu knüpfen, die in das persönliche Netzwerk eingewoben werden können. Am besten gelingt das an einigen bestimmten Orten:

Lokale Netzwerke: Sie dienen dem Austausch von Personen aus einer Stadt oder Region, die ein gleiches Interesse oder Hobby teilen. Diese regelmäßigen persönlichen Treffen schaffen Vertrauen. Und das bildet die Basis für stabile soziale Netzwerke. Hier können sowohl nette private Kontakte als auch nützliche Business-Kontakte geknüpft werden.

Service- und Business Clubs: Hier kommen Fach- und Führungskräfte z. B. aus der IT-Branche zusammen, um gemeinsame Aktivitäten auszuüben. Auch Vortragsreihen, Seminare und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen bieten die Möglichkeit, sich weiterzubilden und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu vernetzen.

Geschäftliche Treffen: Hier können interessante Persönlichkeiten getroffen werden, die mit dem eigenen Unternehmen beispielsweise in einer Kundenbeziehung stehen. Wer sich hier gut verkauft, hilft dem Unternehmen und der eigenen Karriere auf die Sprünge.

Networking-Tipps für die Karriere in der IT-Branche

Gerade in der IT-Branche kann ein interner Kontakt in einem Unternehmen die Chancen erhöhen, von diesem Unternehmen eingestellt zu werden. Um von diesen persönlichen Kontakten profitieren zu können, sollte man sich allerdings an einige ungeschriebene Regeln halten:

1. Es wird nicht gerne gesehen, dass eine Person offensichtlich gesellschaftliche Events nur besucht, um die eigene Karriere zu fördern. Die soziale Interaktion und der Austausch mit Gleichgesinnten sollten vielmehr im Vordergrund stehen. Deshalb wird kann es hinderlich sein, wenn jemand sehr offensiv für sich selbst Werbung macht.

2. Obwohl Selbstbewusstsein eine wichtige Eigenschaft als IT-Berater ist, sollte dieses nicht Überhand nehmen und immer mit einer gewissen Bescheidenheit einhergehen. Praktisch bedeutet das, dass keine Monologe geführt werden sollten, in denen die eigenen Vorzüge angepriesen werden. Die richtige Wortwahl ist entscheidend: So sollten persönliche Kenntnisse und Stärken nur beiläufig im Gespräch erwähnt werden.

3. Präsenz spielt eine große Rolle, um in neuen Netzwerken wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Bei der Teilnahme an einem Event sollte man als Software-Entwickler daher nicht nur zuhören und in den Pausen Smalltalk mit den anderen Teilnehmern betreiben, sondern stattdessen interessante Statements gesetzt oder Fragen gestellt werden. So wird Präsenz signalisiert und ein guter Einstieg für spätere Gespräche mit den anderen Teilnehmern geschaffen.

4. Solange nicht mit ihnen angegeben wird, können durchaus die eigenen Fachgebiete und Stärken hervorgehoben werden. Wer ein Experte in einem gewissen Segment in der IT-Entwicklung ist und als dieser anerkannt wird, hat ein Alleinstellungsmerkmal und wird dadurch selbst zu einem interessanten privaten wie professionellen Kontakt für andere aus der IT-Branche.

5. Netzwerken ist wie jede zwischenmenschliche Beziehung immer ein Geben und Nehmen. Deshalb gilt: Wer interessant für andere sein möchte, muss sich auch für andere interessieren. Aus diesem Grund sollten im Gespräch immer wieder Fragen gestellt und aufmerksam zugehört werden. Die Faustregel hierzu lautet: Zwei Drittel der Zeit zuhören, ein Drittel der Zeit selbst sprechen.

Ein Tipps zum Schluss: Eine nicht zu vernachlässigende Rolle beim Networking spielt übrigens der Status! Erfolgreiche Networker aus der IT-Branche begegnen ihrem Gegenüber im Gespräch immer auf Augenhöhe. Mit dem Status kann im Dialog aber auch gespielt werden: Zeitweise kann die Rolle des kompetenten Experten eingenommen werden und direkt darauf die des aufmerksamen Zuhörers. So wird ein sympathischer, respektvoller Eindruck beim Gesprächspartner erzielt, der sich positiv auf spätere Kontakte auswirken kann.

 

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